HOME Museum Verbindingsdienst
 des Königlich-Niederländischen Heeres
BACK

 
KURZER GESCHICHTLICHER ABRIß DER 
FERNMELDETRUPPE

 
1845
1874 - 1914
1914 - 1918
1918 - 1940
Mai 1940
Rotterdam  am 10 und 11 mai 1940
1945 - 1955
1955 - 1995
Andere Aufgaben der Fernmeldetruppe
Fernmeldetruppe zur Unterstützung von Friedenssicherungskräften
1995 - 2000
Die Zukunft
Museum der 
Fernmeldetruppe des Königlich-Niederländischen 
Heeres

 
1845

In den Niederlanden wurde der elektromagnetische Telegraf zuerst von den Eisenbahngesellschaften eingesetzt. 1852 wurde der "Rijkstelegraaf" von der Regierung gegründet. Sowohl die Regierung als auch das GHQ waren der Ansicht, dass diese Systeme den Kommunikationsbedarf des Heeres am leichtesten decken konnten. Es dauerte mehr als 20 Jahre und erforderte zahlreiche Debatten, bevor König Wilhelm III den Königlichen Erlass zur Aufstellung einer Feldtelegrafeneinheit unterzeichnete. Am 18. Februar 1874 wurde die Fernmeldetruppe des Königlich-Niederländischen Heeres geboren. 

  Up

 
1874-1914

Zu Beginn verfügte die Telegrafeneinheit über 3 Morsetelegrafen, 2 alte Wagen, ein paar Telegrafenmasten und 3000 Meter Eisendraht. Nach vier Jahren trafen moderne Fernmelde-, Kabel- und Versorgungswagen sowie 8 Morsetelegrafen ein. 
Als das "Mineur- und Sapeurbataillon" nach einigen Jahren offiziell mit der Ausbildung von Telegrafenbedienern begann, standen 25 Bediener im Jahr 1874 zur Verfügung, und diese Zahl stieg schnell an. Die meisten von ihnen waren für die Bedienung von Telegrafiegräten in den zahlreichen Befestigungen der "Überschwemmungslinien" vorgesehen, wobei ein kleiner Teil für die Einrichtung und Aufrechterhaltung von Feldtelegrafenverbindungen ausgebildet wurde. 
1881 wurde die Bezeichnung "Mineure und Sapeure" in "Pioniere" umgewandelt. Im Jahr 1904 wurde schliesslich eine Telegrafeneinheit bestehend aus 2 Kompanien aufgestellt.

  Up

 
1914-1918

In dieser Periode wurde die Telefonie wichtiger als die Telegrafie und es waren 485 militärische Vermittlungen in ganz Holland im Einsatz. Tastfunk wurde 1906 erprobt, und 1915 wurden 5 mobile Funkstationen, einige Motorradstationen sowie einige tragbare Stationen von der NSF (Niederländische Telegrafenindustrie) erworben. 1918 hatte die Telegrafeneinheit eine Stärke von 150 Bedienern. 

  Up

 
1918-1940

1927 wurde die Telegrafeneinheit in ein Telegrafiebataillon umorganisiert, und die Bezeichnung "Telegraf" wurde in "Verbinding" (Fernmelde) umgewandelt. Im Jahr 1939 bestand die Fernmeldetruppe aus dem 2. Regiment der Pionierbrigade. Bis 1935 wurde kein neues Gerät eingeführt; dann trafen einige moderne Funkgeräte für die höheren Führungsebenen ein, wobei sich die meisten Truppenteile immer noch mit Feldkabel-, Melder- und optischen Fernmeldeverbindungen begnügen mussten.

  Up

 
Mai 1940

Angesichts der Tatsache, dass die bestehende Organisation und das verfügbare Gerät nicht für die moderne Kriegführung geeignet waren, musste das 2. Regiment, das in viele kleine Fernmeldetruppenteile unterteilt war, die Aufgabe übernehmen. 

  Up

 
Rotterdam am 10. und 11. Mai 1940

Rotterdam gehörte nicht zum Verteidigungssytem. Die Garnison bestand aus einer Marineinfanterieeinheit, einer Infanteriekompanie und dem Pionierausbildungsdepot. Fernmelder bildeten das 2. Bataillon dieses Depots. Am frühen Morgen des 10. Mai besetzten deutsche Truppen, die von Wasserflugzeugen angelandet wurden, das Nordufer der Meuse. Ihre Aufgabe war, die Brücken für die aus Süden nachstossenden Truppen freizuhalten.
Das Fernmeldebataillon wurde zu den Brücken verlegt und ihm gelang es, den östlichen Bereich des Brückenkopfes zu befreien. An der "Vier-Löwen-Brücke" wurden sie jedoch aufgehalten; beim Versuch die Brücke zu überqueren, wurden sechs Soldaten durch automatisches Feuer getötet.

  Up

 
1945 - 1955

Nach Befreiung im Mai 1945 musste eine neue Fernmeldetruppe aufgestellt werden. Es mussten Fernmeldeeinheiten für den Kampf in Niederländisch Ostindien ausgebildet werden und auch das territoriale Fernmeldenetz musste wieder aufgebaut werden. Fernmeldegerät wurde aus britischen und kanadischen Beständen bereitgestellt, Offiziere und Unteroffiziere wurden an der Fernmeldeschule in Catterick und Mannschaften an der Fernmeldeschule in Den Haag ausgebildet.

Am 1. Mai 1949 wurde die Fernmeldetruppe, die davor Teil des Pionierkorps war, eine unabhängige Truppengattung des Heeres.

Als 1950 die meisten der niederländischen Truppen aus Indonesien zurückkehrten, musste ein Heereskorps für die NATO aufgestellt werden. Korps- und Divisionsfernmeldeeinheiten bestanden hauptsächlich aus Reservisten.

  Up

 
1955-1995

Von 1955 ab wurden weitere der NATO unterstellten Fernmeldeverbände aufgestellt. Seit 1952 war Richtfunk ein neues Fernmeldemittel und wurde immer wichtiger als leitungsgebundene Fernmeldeverbindungen. Zuerst wurden Richtfunkverbindungen zwischen den einzelnen Hauptquartieren eingerichtet, und 1962 wurde ein Gittersystem - ein manuelles System eingeführt, das unvermeidbare Verzögerungen bei Sprach- und Spruchübertragung verursachte.
1978 wurden Sprüche durch ein rechnergesteuertes Vermittlungssystem geleitet, und ab 1991 war ein sehr modernes automatisches System einsatzbereit: ZODIAC (Zone Digital Automatic Cryptosecured/Zonenspezifisches Automatisches Kryptosicheres System). Dieses System wurde vom 101. FmRgt installiert, das allen Stäben von Korps- bis Brigadeebene zur Verfügung stand. Das 101. FmRgt bestand aus 4 Bataillonen. Neben ZODIAC wurden vom Regiment auch Funkverbindungen eingerichtet.

  Up

 
ANDERE AUFGABEN DER FERNMELDETRUPPE 

Die Instandsetzung und Überprüfung von Fernmeldegerät ist eine Aufgabe der Fernmeldetruppe, obwohl der Grossteil der logistischen Unterstützung heute bei integrierten Fernmelde- und Feldzeugverbänden erfolgt.
Eine niederländische Fernmeldekompanie war Teil des NORTHAG-Fernmeldeunterstützungsregiments bis 1992, wurde dann in eine Fernmeldekompanie für HQ-LANDCENT umorganisiert und schliesslich im Jahr 1996 ganz aufgelöst.
Die Heeresfeldpost ist immer noch ein wichtiger Dienst, der von der Fernmeldetruppe wahrgenommen wird.
Die territorialen Fernmeldeverbindungen wurden von drei Bataillonen sichergestellt.

  Up

 
Fernmeldetruppe zur Unterstützung von Friedenssicherungskräften

Von 1982 bis 1994 waren Niederländische Fernmelder für die Fernmeldeverbindungen der MFO (Multinational Force and Observers) auf dem Sinai im Einsatz. Von 1992 bis 1994 stellte das 1. (NL) UN-FmBn die Fernmeldeverbindungen für UNPROFOR im ehemaligen Jugoslawien bereit. 
Seit dem Jahr 2000 ist ein Fernmeldebataillon in Bosnien im Einsatz.

  Up

 
1995-2000

Kürzungen des Wehrhaushaltes und demzufolge Verringerung der Personalstärke des Heeres führten zu einer Reorganisation der Fernmeldetruppe. Die Wehrpflicht wurde abgeschafft, so dass jetzt nur noch Berufssoldaten im Heer dienen. Das 1. (NL) Korps und das 1. (D) Korps wurden zum 1. (D/NL) Korps zusammengelegt, das 101. Fernmelderegiment verlor zunächst ein Bataillon und wurde dann in die D/NL Führungsunterstützungsbrigade umorganisiert. Die Fernmeldeschule wurde verkleinert und alle territorialen Fernmeldeeinrichtungen unterstehen jetzt der Defense Telematic Organization, in der die Angehörigen der Fernmeldetruppe eine wichtige Rolle spielen.

  Up

 
THE FUTURE 

Die Fernmeldetruppe des Königlich-Niederländischen Heeres wird zweifellos eine der wichtigsten Truppengattungen des Heeres bleiben.
Ihr Motto:

      "DIE MELDUNG MUSS DURCHKOMMEN"

wird niemals verschwinden. 

  Up
 
Museum der Fernmeldetruppe des Königlich-Niederländischen Heeres
Ausser an öffentlichen Feiertagen geöffnet an jedem Mittwoch und Donnerstag von 13.30 - 16.30 Uhr
Telefon: 0318-681306
Elias Beeckmankazerne, 
Nieuwe Kazernelaan 10
Postfach: 9012, 
6710 HC EDE



 Einleitung

Die Sammlung von alten Fernemeldegeräten, Dokumentationen und Fotografien etc. begann im Jahr 1965.
1969 wurde ein kleines Museum eröffnet. In den nachfolgenden Jahren wurde die dann bereits umfangreiche Sammlung erweitert und im Jahr 1982 in das jetzige Gebäude verlegt.
 

Zweck

Zweck des Museums ist es, einen Überblick über die Entwicklung des (militärischen) Fernmeldewesens im Verlauf der Jahrhunderte und vor allem der Fernmeldetruppe des Königlich-Niederländischen Heeres seit ihrer Aufstellung im Jahr 1872 zu geben.

Dokumentationsmaterial

Die Museumsbibliothek enthält fast 6000 technische Handbücher und Bedienungsanleitungen sowie historische Bücher.


Das Wappen der Fernmeldetruppe des Königlich-Niederländischen Heeres wird gebildet von einem Pionierhelm (Wappen der Pioniertruppe vor dem Krieg und heute) und Blitzstrahlen (Abzeichen der Tastfunker von 1874 bis 1940).


DIE SAMMLUNG
Ostflügel

Gerät, Uniformen etc. sind grösstenteils in chronologischer Reihenfolge angeordnet. Ein Teil des Geräts ist funktionstüchtig und kann von den Besuchern bedient werden.

Die Ziffern beziehen sich auf die o.a. Skizze

1. Sammlung von Abzeichen und Kennzeichen der Fernmeldetruppe des Königlich Niederländischen
    Heeres von 1874 - 2000.
Sammlung ausländischer Fernmeldeabzeichen: Die meisten Fernmeldetruppen verwenden Blitzstrahlen, Fackeln, Signalflaggen etc. für ihre Wappen; die Britische Königliche Fernmeldetruppe und die der ehemaligen britischen Kolonien und Dominions haben Merkur, den Götterboten, in ihren Wappen.

2.  Gesellschaftsanzüge vor dem Zweiten Weltkrieg

3. Optische Telegrafen 
Vor der Erfindung des elektromagnetischen Telegrafen wurden Fernmeldeverbindungen mit optischen Mitteln  hergestellt. Ausgestellt sind Modelle französischer (1793-1830) und niederländischer (1831) Systeme. Das letzte wurde zwischen Den Haag und Antwerpen während des belgischen Aufstandes und bis 1839 zur Übermittlung von Meldungen zwischen Den Haag und dem Marinestützpunkt in Flushing eingesetzt.

4. Periode 1840 - 1914
Nachbildung eines Wheatstone-Telegrafen:  Dieser Typ wurde einige Jahre von der "Niederländischen Eisenbahngesellschaft" um 1840 verwendet.
Hughes-Schreibtelegraf: Verwendet vom Staatlichen Telegrafendienst von 1870 bis 1947. 
Eine begrenzte Zahl stand zur Verfügung und wurde von der Fernmeldetruppe während der Mobilmachung 1914 - 1918 eingesetzt.
Das Diorama zeigt, wie eine Telegrafenleitung 1847 hergestellt wurde.

5. Das Telefon,
(Graham Bell, 1876) wurde im Jahr 1880 in die Fernmeldetruppe eingeführt. Neben dem Soldat, der die Leitungsverlegeausrüstung trägt, steht ein Flaggensignalwärter aus dem Jahr 1915 in graugrüner Uniform, die in diesem Jahr eingeführt wurde.

6. Periode 1914 - 1918
Hauptausstellungsstücke: Funksender und -empfänger (1915) für Ausbildungszwecke bei der Königlichen Militärakademie; Morsetelegrafen, Feldtelefone, eine Britische Schützengrabenschaltzentrale mit Sender, mehrere Modelle deutscher Funkgeräte und massstabsgerechte Modelle Niederländischer Langstrecken- funkstellen.

7. Festungstelegrafie.
Seit dem 16. Jahrundert wurde die Verteidigung Hollands auf der Grundlage von "Überschwemmungslinien" aufgebaut; hinter diesen Linien wurden Befestigungen errichtet. Um 1900 wurden alle Befestigungen an das       Staatliche Telegrafensystem angeschlossen.

8. Sammlung von Elektronenröhren

9. Periode 1939 - 1940
Das Fernmeldegerät ist noch ziemlich einfach und nicht für die moderne Kriegführung geeignet. Mitte der Dreissiger Jahre wurde damit begonnen (zu spät), neues Gerät einzuführen. Ein gutes Beispiel ist das Sprechfunkgerät des Niederländischen Herstellers NSF, bei dem eine Richtantenne eingesetzt wurde und das mit einer (für damals sehr hohen) Frequenz von 200 MHz arbeitete.

10. Der pferdegezogene Fernmeldegerätewagen
(1920, und noch im Jahr 1940 eingesetzt) ist eine langfristige Leihgabe des Heeresmuseums.

11. Periode 1945 - 1950
Das von der Fernmeldetruppe in den ersten Nachkriegsjahren benutzte Gerät war vornehmlich Britischen und Kanadischen Ursprungs. Ein immer noch berühmtes Beispiel ist das Funkgerät Nr. 19.

12. Telefone und Vermittlungsschränke
Die gezeigten sind Britische (bis 1951) und Amerikanische Fabrikate. Eine automatische Vermittlungsanlage aus der Vorkriegszeit ist betriebsbereit und der Besucher kann hören und sehen, wie eine Verbindung hergestellt wird.

13. Fernschreiber-Abteilung
Die Besucher können Lochstreifen stanzen und mit Hilfe automatischer Sender diese Lochstreifen ausdrucken.

14. SCR-399 in einer Kabine
Ein grosses Ausstellungsstück ist der amerikanische 400-Watt-Sender SCR-399 in einer Kabine, der für Weitverkehrsverbindungen eingesetzt wurde (1951 - 1960).

15. Nach 1950
(Gründung der NATO) war das Fernmeldegerät zunächst Amerikanischen Ursprungs. Eine ganze Serie von Funkempfängern und -sendern zeigt, welches Gerät bis zum Jahr 2000 eingesetzt wurde.

16. Niederländisch Ostindien 1945 - 1950.
Zwei Dvisionsfernmeldeverbände und 7 Brigadefernmeldeeinheiten wurden nach Niederländisch Ostindien verlegt. Die  verwendeten Geräte waren hauptsächliche britische Fabrikate.

17. Mehrere Modelle von Messgeräten, die bei der Fernmeldetruppe im Einsatz sind.

18. Die Ausbildung im Aufbau von Dauerverbindungen
wurde um 1955 eingestellt. Richtfunk ersetzte die Weitverkehrsverbindungen. Meldefahrer (in Uniform aus dem Jahr 1945) sind immer noch ein wichtiges Kommunikationsmittel.

19.  Museums-Shop


Die SAMMLUNG
Westflügel

20. Rotterdam am 10. und 11. Mai 1940
Die Kämpfe in Rotterdam stellen einen wichtigen Abschnitt in der Geschichte der Fernmeldetruppe des Königlich-Niederländischen Heeres dar. Das Fernmeldeausbildungsbataillon wurde als Infanterieverband eingesetzt, um gegen die deutschen Truppen zu kämpfen, die das Nordufer der Meuse besetzt hatten. Sowohl die Karte als auch die Fotografien, die vor und nach der Bombardierung der Stadt angefertigt wurden, zeigen, wo Fernmelder eingesetzt waren.

21. Fernmeldedenkmal
Im Jahre 1960 bot Rotterdam einen der Steinlöwen der abgerissenen "Vier Löwen-Brücke" dem Regiment als Dank an. Dieser "Regimentslöwe" bild jetzt den Mittelpunkt des Fernmeldedenkmals.

22. Regimentsfahnen
Die Regimentsfahne mit der Inschrift "Rotterdam 1940" wurde dem Regiment von Ihrer Majestät Königin Juliane im Jahre 1974 verliehen.

23. Die Heeresfeldpost
wurde während des Belgischen Aufstandes im Jahr 1830 eingerichtet, als die Truppen in den Süden des Landes verlegt wurden. Neben dem "Kondukteur" ist eine Marketenderin zu sehen, die die Truppen auf Übungen begleitete.

24. Feldpoststelle 1940

25. KNIL
(Königlich-Niederländisches Heer Ostindien) Fernmeldetruppe.  Die holzgeschnitzten Figuren zeigen KNI-Fernmelder um 1930.

26. Spezialfunkausrüstung
Das in einem kleinen Koffer "versteckte" Funkgerät wurde von aus der Luft über den besetzten Niederlanden abgesetzten, alliierten Agenten  benutzt, um Meldungen nach London zu übermitteln.

27. Territoriales Tefefonsystem
Zu sehen sind die letzten mechanischen, automatischen Telefonvermittlungen, mehrere Ton- und mpulstelefone, die Handvermittlung von Philips aus dem Jahr 1948 und eine OMEC (militärische Notvermittlung).

28. Dieser Teil des Museums
ist dem ehemaligen "Vrouwen Hulp Korps (VHK)" (Frauenhilfskorps) gewidmet. 
Das VHK wurde während des Zweiten Weltkrieges in England gegründet.

29.  Verschlüsselung
Ausgestellt sind Off-Line-Verschlüsselungsgerät (Hagelin) und die bei Fernschreibverbindungen eingesetzten On-line-Einrichtungen. Das Deutsche Codierungsgerät "Enigma" aus dem Zweiten Weltkrieg stellt ein besonderes Ausstellungsstück in diesem Bereich des Museums dar.

30.  Troposcattergerät
wurde von 1970 bis 1990 als ein 15-Kanal- Kommunikationsmittel zwischen dem GHQ in Den Haag und dem in Norddeutschland befindlichen 1. Korps eingesetzt.

31. Funkpeilgerät.
1951 wurden von der Fernmeldeaufklärungs- und Sicherheitskompanie relativ einfache Funkpeilgeräte eingesetzt. Seit dem sind neue und moderne Geräte wiederholt eingeführt worden.

32. Satellitenfernmeldeverkehr
Die zwei ausgestellten Anlagen wurden vom 1. (NL) UN-FmBn in Jugoslawien benutzt (1992-1994). Beide (analoge) Typen wurden inzwischen durch modernere (digitale) Systeme ersetzt.

33.  Uniformen von 1945 - 1994
Im Jahr 1945 waren die Uniformen des Königlich-Niederländischen Heeres identisch mit denen des Britischen Heeres. Um 1960 wurden zweifarbige Uniformen und ein neuer Kampfanzug eingeführt. Besondere erkennungszeichen befanden sich auf der Uniform eines weiblichen ADC (Begleitoffizier) (Major der Fernmeldetruppe) Ihrer Mjestät der Königin.

34.  Richtfunk
Richtfunk kam erstmalig bei der Fernmeldetruppe im Jahr 1952 zum Einsatz: 
das Amerikanische AN/TRC-1 mit dem sehr schweren 4-Kanal-Träger frequenzgerät(CF-1). 
Später wurden Deutsche Richtfunksysteme und 12-Kanal-Trägerfrequenzgeräte verwendet. 
Moderne Richtfunkanlagen verfügen über 64-Kanal-Multiplexeinrichtungen.

35.  Friedenserhaltende Einsätze
Fernmeldeeinheiten - von kleineren Truppenteilen (Funkverbindung in die Niederlande und eine Feldpoststelle) bis zu einem ganzen Fernmeldebataillon - wurden in verschiedene Standorte innerhalb und ausserhalb Europas verlegt. Die orangefarbenen Fahnen gehörten zum 1. (NL) UN-FmBn und 101. Korpsfernmelderegiment.

36.  Ausbildungsgerät für Funkmechaniker
Mit diesem System können verschiedene Arten von Funkempfängern und -sendern zur Ausbildung von Funkmechanikern zusammengesetzt werden.

  Up


 
 Up ©2000 Charley Knijff, Alle rechten voorbehouden. Wettelijke & privacy-kennisgevingen. Up